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21 FührungsprinzipienBearbeiten

Autor:Bearbeiten

John C. Maxwell


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21 Führungsprinzipien



+++ 1 Das Prinzip der Entwicklung

Die Führungsfähigkeit bestimmt das Leistungsniveau einer Führungskraft ja sogar jedes Menschen.

Egal wie begabt man ist. Man kommt nur so weit, wie es die eigenen Führungskompetenz zulässt.



+++ 2 Das Prinzip des Einfluss

Führung bedeutet Einfluss.

Man kann nur Einfluss auf andere ausüben, in dem man sie zum Mitmachen bewegt.

Einfluss, nicht Position zählt. Position ohne Einfluss behindert Erfolg.

Beobachte Potentials, was sie in ihrer Freizeit machen und wie sie im Beruf ihre Aufgaben angehen.



+++ 3 Das Prinzip der Entwicklung

Erfolgreiche Führungskräfte sind bereit, lebenslang dazu zu lernen.

Sie investieren täglich in ihre Entwicklung – mit Ausdauer und Disziplin.

Egal, wie gut ich heute bin. Ich kann immer noch besser werden!

Führungsfähigkeit ist wie guter Wein. Sie reift mit der Zeit.



+++ 4 Das Prinzip des Lenkens

Mut ist ungleich Führungsqualität. Vorsicht mit Mutigen, die nicht gründlich planen.

Je größer eine Organisation ist, desto weiter muss der Leiter vorausblicken.

Führungskräfte gehen den Weg, der in Zukunft vor uns liegt, in Gedanken durch.

Führungskräfte lernen aus ihren Erfahrungen – positiven wie negativen.

Die größten Hindernisse für erfolgreiche Veränderung sind

- Angst vor Veränderung

- Ungewissheit

- fehlende Vorstellungskraft.



Deshalb gilt es in Veränderungsprozessen die Beteiligten intensiv abzuholen.

Das Geheimnis des Prinzips des Lenkens ist gute Vorbereitung:



++++ PLANE VORAUS



P rioritäten anpassen

L eitende Mitarbeiter informieren

A ktionsplan bestimmen

N avigationsziel festlegen

E rgebnis kontrollieren



V erliere nie den Mut

O rientiere dich am großen Ganzen

R äume Zeit ein zur allgemeinen Akzeptanz

A ktiviere alle Kräfte

U berprüfe regelmäßig den Arbeitsplan

S chaue auf die Erfolge



+++ 5 Das Prinzip der eigentlichen Führungspersönlichkeit

Wer ist wirklich der Chef?

Wem hören die Leute zu, wenn er spricht?

Wen beobachten die Leute, wenn einer eine Frage stellt?

Prüfe immer, ob es eine Diskrepanz gibt, zwischen dem offiziellen Leiter und er Person auf die alle schauen.

Führung zeigt sich im Folgen durch andere!

Die zentrale Frage:

„Wie reagieren die Leute, wenn Sie mit ihnen reden? Hören sie wirklich zu, wenn Sie sprechen, oder warten sie darauf, was ein anderer – der wahre Leiter – zu sagen hat, bevor sie reagieren?



+++ 6 Das Prinzip vom festen Boden

Führen baut auf Vertrauen auf.

Das Beziehungskonto: Erfolge stellen, genauso wie Verlässlichkeit und Ehrlichkeit Einzahlungen auf dem Beziehungskonto dar. Sie schaffen Vertrauen. Misserfolge ebenso wie Unterlassungen und Unehrlichkeit bedeuten Auszahlungen vom Beziehungskonto. Sie reduzieren Vertrauen.

Vertrauen ist die Grundlage für Glaubwürdigkeit.

Vertrauen erfordert Kompetenz, Kooperation und Charakter.

Norman Schwarzkopf: „Führung ist eine mächtige Kombination von Strategie und Charakter. Falls Sie einmal eines von beiden fallen lassen müssten, dann lieber die Streategie.“

Charakter ermöglicht Vertrauen und Vertrauen macht Führung erst möglich!

Sich von einem anderen Führen zu lassen, ist wie die Einwilligung in eine Reise.

Persönliche Integrität: Keine Versprechungen, die man nicht einhalten kann und keine Taten, zu denen man nicht öffentlich stehen kann.

Vertrauen ist das Fundament aller Führung. Verliert die Führungskraft das Vertrauen der Menschen, die sie führen soll, dann ist sie unten durch!



+++ 7 Das Prinzip vom Respekt

Menschen folgen gerne einem Leiter, der stärker ist als sie selbst, dessen Leistungen sie respektieren.

Menschen fühlen sich zu den Personen hingezogen, die bessere Leiter sind als sie selbst.

Menschen folgen der Persönlichkeit, die besser führt als sie selbst.

„Eine 10 folgt keiner 7!“



+++ 8 Das Prinzip der Intuition



  • Erfolg = Fakten plus Intuition*



Intuition ist eine Mischung aus natürlicher Begabung und erlernten Fähigkeiten.

Wie man seine Umgebung wahrnimmt, hängt davon ab, wer man ist (Bsp: Bäume oder Wald, Acker oder Freizeitressort vor Augen).

Die Führungsprinzipien bleiben immer die gleichen. Ihre Anwendung kann bei jeder Führungskraft und in jeder Situation unterschiedlich erfolgen. Daher ist Intuition nötig.



+++ 9 Das Prinzip der Anziehung

Starke Führungspersönlichkeiten ziehen Menschen mit ähnlichen Werten und Grundhaltungen an.

Wen wir einstellen, hängt nicht von der Stellenausschreibung oder den Bewerbungen, sondern viel stärker von unserer Persönlichkeit ab.

Gute Führungskräfte achten deshalb darauf, Menschen in ihr Team zu holen, die ihre eigenen Schwächen kompensieren.



Der Kopf definiert die Qualität und Zusammensetzung der Glieder



+++ 10 Das Prinzip der Beziehung

Grundlage einer Beziehung ist ein persönliches Interesse am Gegenüber!

Erfolgreiche Führungskräfte wissen, dass man zuerst das Herz der Menschen berühren muss, bevor man sie um einen Gefallen bitten kann.

Je stärker die Beziehung und die Verbindung zwischen Menschen, umso eher wollen Mitarbeiter ihrem Vorgesetzten helfen.

„Bei Menschen, zu denen man eine Beziehung aufbaut, gewinnt man an Glaubwürdigkeit.“

Selbst wenn es um eine Gruppe von Menschen geht, ist es grundlegend wichtig, jeden Einzelnen wahrzunehmen und ihm auch so zu begegnen.

Die Menschen interessiert nicht, wie viel der Andere weiß, wenn diese nicht zugleich merken, wie sehr sie sich um sie kümmern.

„Um Dich selbst zu führen, benütze Deinen Kopf. Um andere zu führen, benütze Dein Herz!“



+++ 11 Das Prinzip des inneren Kreises

Die Führungskraft wird durch ihre engsten Mitarbeiter bestimmt.

Wenn ein Mitarbeiter geht, dann suche einen noch geeigneteren!

Nimm immer den Besten und übertrage ihm so viel Verantwortung wie möglich.

Eine FK entfaltet sich in der Gruppe zu wahrer Größe. Dabei hilft sie den Gruppenmitgliedern, ihre eigene Größe zu entfalten.

5 Arten von Menschen im inneren Kreis:

1. Solche, die sich selbst anleiten und sich ständig neu motivieren.

2. Die eine positive Einstellung haben und andere aufbauen können.

3. Solche, die die FK aufbauen.

4. Solche, die andere anleiten können.

5. Solche, die nachweisbare Erfolge produziert haben.



+++ 12 Das Prinzip der Eigenverantwortung

Die Leistungskapazität der Mitarbeiter wird definiert durch die Fähigkeit ihres Leiters Verantwortung abzugeben.

Wollen Sie als FK erfolgreich sein, dann befähigen Sie andere!

Nur bevollmächtigte, in Eigenverantwortung handelnde Menschen können ihr Potenzial voll ausschöpfen.

Wenn Du die richtigen FK einstellst und ernennst, dann kannst Du Ihnen auch die Gestaltungsspielräume geben, damit sie wirksam werden können.

Übertrage Vollmacht = Verantwortung für Entscheidungen und über Ressourcen.



+++ 13 Das Prinzip der Reproduktion

Alles beginnt an der Spitze: Nur eine Führungspersönlichkeit produziert weitere Führungskräfte.

Man kann nur an andere weitergeben, was man selber besitzt.

FK die andere FK aufbauen, können

- die Gesamtzusammenhänge erkennen

- weitere potenzielle FK anziehen

- ein attraktives Umfeld für weitere FK schaffen



+++ 14 Das Prinzip des Vertrauens

Die Leute folgen guten Leitern, die für gute Ziele eintreten.

Man vertraut zuerst dem Leiter, dann seiner Vision!

Jede Nachricht, die man erhält, wird durch den Überbringer gefiltert. Vertraut man dem Überbinger, dann glaubt man auch die Botschaft.

Prüfe also, wie vertrauenswürdig der Überbinger ist. Versuche einzuschätzen, welche Qualität seine früheren Botschaften hatten.

Vertrauen braucht Zeit und persönliche Nähe!



+++ 15 Das Prinzip des Siegens

Für erfolgreiche FK scheint das Verlieren unerträglich zu sein. Deshalb suchen sie immer einen Weg zu gewinnen.

Gute FK zeigen vor allem dann ihre Stärke, wenn sie unter Druck stehen.

Gräme Dich nicht über Niederlagen. Frage Dich vielmehr, was Du verändern und unternehmen musst, um doch noch zu gewinnen!

Den bestmöglichen Weg zum Erfolg finden: 3 Siegerkomponenten:

- eine gemeinsame Vision

- unterschiedliche Begabungen vereinen

- dem Sieg und den Mitarbeitern verpflichtete Führungspersönlichkeit

Wie hoch sind Deine Erwartungen, wenn es um den Erfolg Deiner Organisation geht? Wie sehr engagierst Du Dich, um Dein Spiel zu gewinnen?



+++ 16 Das Prinzip des Anschubs

Wie ein Seemann weiß, dass nur ein fahrendes Schiff steuern kann, so wissen gute FK, dass man vor einer Richtungsänderung alles in Bewegung setzen muss.

Anhaltende Bewegung verändert die Einstellung der Mitarbeiter.

Um Veränderungen zu bewirken, muss man MOMENTUM erzeugen und erhalten!



+++ 17 Das Prinzip der Prioritäten

++++ Pareto-Prinzip

(ParetoPrinzip)

Die 20% wichtigsten Aufgaben sind für 80% des Erfolges verantwortlich!

Welches sind Deine 20% ?



++++ Die 3 E:

E rwartungen können und managen

E rgebnisse sind dort am besten, wo wir unsere Stärken optimal einsetzen können.

E rnte entsteht dort, wo wir für die Aufgabe brennen!



+++ 18 Das Prinzip der Zugeständnisse

Es gibt keinen Erfolg ohne Verzicht: Je höher die Führungsposition, die man erreichen will, desto größer wird der zu leistende Verzicht sein!

(Persönliche) Zugeständnisse machen zu können, ist ein wichtiger Aspekt der Führungsfähigkeit.

In dem Maße wie die Führungsverantwortung zunimmt, wächst die Verantwortung und die persönlichen Rechte nehmen ab.

Je höher die Position, desto größer das Opfer!

Ralph Waldo Emerson: „Für das was man vermisst, wird man etwas anderes bekommen. Für alles was man bekommt, wird man auch etwas abgeben müssen.“

 Wo bin ich bereit zu verzichten (und wo nicht)!



+++ 19 Das Prinzip des richtigen Zeitpunkts

Einzig das richtige Handeln zum richtigen Zeitpunkt führt zum Erfolg!

Wenn die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt Entscheidungen treffen und umsetzen, dann kann Unglaubliches entstehen.

Das richtige Timing:

1. Das falsche Vorhaben zum falschen Zeitpunkt führt zum Misserfolg

2. Richtiges Handeln zum falschen Zeitpunkt erzeugt Widerstand

3. Falsches Handeln zum richtigen Zeitpunkt führt zu Fehlern

4. Erfolg entsteht durch richtiges Handeln zum rechten Zeitpunkt.

W. Churchill: „Im Leben eines jeden Menschen gibt es einen Moment, für den er geboren wurde. Wenn er diese besondere Gelegenheit nutzt, um seinen Auftrag zu erfüllen, zu dem nur er persönlich sich eignet, dann hat er seine wahre Bestimmung gefunden und kann Großartiges leisten.“



+++ 20 Das Prinzip des schnellen Wachstums

Investiere in die Entwicklung deiner FK, denn diese wiederum treffen die richtigen Entscheidungen und stellen ihrerseits die richtigen Leute ein.

Suche immer nach Spitzenleuten! Strebe danach, eine freie Stelle immer durch eine noch leistungsfähigere Person zu besetzen.

Je besser die Förderung der Führungskraft, desto höher die Qualität der Mitarbeiter.

FK zu fördern kostet Zeit und Energie!



+++ 21 Das Prinzip des Vererbens

Max Dupree: „Nachfolger aufbauen ist eine der Schlüssel der Führungsverantwortung“

Führungsverantwortung bedeutet Strukturen zu schaffen, Menschen in Verantwortung zu bringen, die nachhaltigen Erfolg gewährleisten, auch dann, wenn die Führungskraft nicht mehr da ist.

Chris Musgrove „ Erfolg ist nicht messbar an dem was du getan hast, sondern daran, was davon übrig bleibt.

Maxwell: „Ihr letztendlicher Wert als Führungskraft wird an ihrem Nachfolger gemessen!“



+++ Abschluss

Alles steht und fällt mit dem Ernstnehmen der Führungsverantwortung.