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DefinitionBearbeiten

Achtsamkeit gilt als eine menschliche Tugend. Der Fokus der Achtsamkeit liegt in der möglichst umfassenden Wahrnehmung dessen, was im Umfeld einer Person geschieht (Sinneswahrnehmungen) als auch was in der Person selbst abläuft (Gedanken und Gefühle) und mit ihr geschieht (Verhalten und Reaktionen). Dabei ist es ein Ziel, mehr des Unbewussten zu erfassen.

Achtsamkeit wird umgangssprachlich häufig mit Aufmerksamkeit gleichgesetzt, wobei sich Achtsamkeit von Konzentration unterscheidet: Während Achtsamkeit zum Ziel hat, eine breitere Wahrnehmung zu entfalten, hat Konzentration zum Ziel die Aufmerksamkeit auf ein konkretes Detail zu fokussieren. Achsamkeit ist demnach eher als "offen" und "breit" zu beschreiben, während Konzentration eine beabsichtigte Eingrenzung bedeutet und eher mit "kompakt" und "tief" umschrieben werden kann. Bei Achtsamkeit geht es daher auch um die intensivere Wahrnehmung "beiläufiger" Geschehnisse.

"Im Buddhismus hat die Achtsamkeit [...] einen zentralen Stellenwert: Achtsam sein bedeutet, ganz in der Gegenwart, im Hier und Jetzt zu sein und sich seiner Gefühle, Gedanken und Handlungen in jedem Augenblick voll bewusst zu sein [...]. Buddhisten üben sich in Achtsamkeit vornehmlich durch Meditation." (Wikipedia, 15.05.2012)

Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Achtsamkeit


Bedeutung in der FührungBearbeiten

Achtsamkeit ist für Führungskräfte von zentraler Bedeutung. Die Vielzahl an Aufgaben, die durch Menschen wahrgenommen werden, die intensive Kommunikation, die erforderlich ist, um Führung wirksam werden zu lassen und die Bedeutung von Beziehungen macht es immer schwieriger, alle relevanten Informationen wahrzunehmen. Dazu trägt auch die Komplexität in den Unternehmen bei, die getrieben durch die zunehmende Internationalisierung, die steigenden Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen und die damit verbundene Spezialisierung von Kompetenzen, immer weiter ansteigt.

Für Führungskrafte ist es daher von großer Relevanz, ihre "Sinne" zu schärfen, um möglichst viele der vorhandenen Informationen wahrzunehmen. Dabei liegt der Fokus nicht auf der Erfassung technischer oder betriebswirtschaftlicher Informationen. Hierfür ist eher Konzentration erforderlich. Von noch wesentlicherer Bedeutung ist die Wahrnehmung der Interaktion zwischen Menschen, verbal und vor allem auch non-verbal, sowie die Wahrnehmung der eigenen Gedanken, Gefühle und Reaktionen der Führungskraft auf äußere Einflüsse. Sind die inahltlichen Diskussionen im Sinne des "Eisberg-Prinzips" die sichtbaren Einflüsse, so wissen wir, dass die nicht sichtbaren Einflüsse wie Gedanken, Gefühle, nicht artikulierte Erwartungen usw. viel wichtiger für die Wirksamkeit von Entscheidungen und deren Umsetzung sind als die offensichtlichen Argumente. Umso wichtiger ist es gerade für Führungskräfte, diese Strömungen zu erfassen und im Führungsprozess zu berücksichtigen.

Ein anschauliches Beispiel:

Versuchen Sie in einer Situation in der Sie sich befinden, gedanklich als weitere "virtuelle" Person teilzunehmen. Dabei begeben Sie sich gedanklich aus Ihrem Körper und versuchen die Situation als Ganzes, einschließlich ihrer eigenen Person zu erfassen. Dies ermöglicht Rückschlüsse darauf, wie sich die Beteiligten verhalten (Körperhaltung, Gestik, Mimik, Sprache, etc.) und Sie selbst agieren. Durch die Reflektion dieser Wahrnehmungen mit dem eigenen erlebten Denken und Verhalten, ist es möglich, die Situation umfassender zu bewerten und so bessere Entscheidungen zu treffen.

Achtsamkeit kann man trainieren und so die Aufnahme von Informationen zunehmend von einer bewussten Aktivität ins Unterbewusstsein verlagern.


Siehe auch Tugenden

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