FANDOM


DefinitionBearbeiten

"Besonnenheit [...] bezeichnet, im Unterschied zur Impulsivität, die überlegte, selbstbeherrschte Gelassenheit, die besonders auch in schwierigen oder heiklen Situationen den Verstand die Oberhand behalten lässt, um vorschnelle und unüberlegte Entscheidungen oder Taten zu vermeiden. Während Besonnenheit den rationalen Aspekt betont, betont Gelassenheit die emotionalen Anteile innerer Ruhe." Wikipedia, 15.05.2012

Bedeutung in der FührungBearbeiten

Besonnenheit ist eine Tugend. Sie stellt eine zentrale Eigenschaft einer Führungskraft dar. Wer besonnen reagiert, der handelt gerade nicht vorschnell. Er denkt, bevor er handelt. Dies gilt generell und im Besonderen in Krisensituationen, in denen die richtige Entscheidung überlebenswichtig sein kann.

Der besonnenen Führungskraft werden die Mitarbeiter daher auf lange Sicht eher vertrauen und nachfolgen als dem "Heisssporn", der in der Lage ist, kurzfristg zu begeistern, in seiner Impulsivität jedoch die Gefahr von falschen Entscheidungen höher ist.

Besonnenheit darf dabei nicht mit Langsamkeit oder Lähmung gleichgesetzt werden. Wer besonnen handelt, agiert gerade nicht langsam. Er teilt sich die Zeit sinnvoll ein, in dem er zu Beginn dem Denken, der Suche nach Alternativen, mehr Zeit einräumt. Der Besonnene weiß aber im Unterschied zum Grübler um die Wichtigkeit zu entscheiden. Er sucht nach Alternativen, wägt diese gegeneinander ab und entscheidet sich für die aus seiner Sicht beste Option.

Während impulsive, sontane Entscheidungen rein "aus dem Bauch heraus" getroffen werden, setzt die besonnene Führungskraft ihr Wissen und ihre Erfahrung, also Kopf und Bauch ein, bevor sie entscheidet.

Besonnenheit ist somit für Führungskräfte der schmale Grat zwischen Lähmung und Hektik, zwischen zu langem Überlegen und der Spontanentscheidung. Beides, vorschnelles und zu spätes Entscheiden führen letztlich zu einer Eingrenzung der Handlungsoptionen. Während bei vorschnellen Entscheidungen mögliche Handlungsoptionen außer Acht gelassen werden, verstreichen bei einer zu späten Entscheidung zuvor noch mögliche Handlungsalternativen.

Für Führungskräfte bedeutet dies auch, ihre Mitarbeiter dahin gehend zu beobachten, wie diese in Entscheidungsprozessen agieren. Die Aussage "wir hatten keine andere Wahl" oder wie es heute oft heißt, die Entscheidung für eine Option sei "alternativlos", bedeutet in vielen Fällen nichts anderes als dass diese Entscheidung zu spät getroffen wurde. Dadurch hat man sich der Möglichkeit beraubt, eine andere, ggfs.. sinnvollere Alternative zu wählen, die nun nicht mehr zur Verfügung steht zu einem früheren Zeitpunkt aber sehr wohl umsetzbar gewesen wäre.

Besonnenheit gehört damit zu den Kardinaltugenden einer Führungskraft.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.