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Das Führungsverständnis nach Daniel F. Pinnow

"Führen heißt „eine Welt zu gestalten, der andere Menschen gerne angehören wollen.“[[|[8]]] Dieser Satz von Daniel F. Pinnow sagt bereits sehr viel über seine Denkweise aus – und er passt zu seinem Hintergrund. Er war selbst Führungskraft bei EADS und Eon. Heute ist er systemischer Berater und Coach für Top-Führungskräfte. Er gilt als Wegbereiter der ‚systemischen Führung’ und zählt zu den namhaftesten Führungs- und Managementexperten im deutschsprachigen Raum.[[|[9]]] ‚Eine Welt, der andere gerne angehören wollen’ könnte nach Pinnow das Ergebnis systemischer Führung sein. Systemische Führung bedeutet dabei, dass in Zusammenhängen gedacht und beobachtet wird, dass nicht eine Person oder ein Problem fokussiert werden, sondern das Zusammenspiel der Personen oder Größen.[[|[10]]]

Mit seinem systemischen Hintergrund versucht Pinnow in seinem Buch ‚Führen – worauf es wirklich ankommt’, bestehendes Wissen über Führung auf seine Verwertbarkeit, Wichtigkeit und Praxistauglichkeit zu prüfen und es nutzbar zu machen. Des Öfteren greift er dabei auf Peter F. Drucker zurück, den er als ‚bedeutendsten und visionärsten Managementtheoretiker und Zukunftsanalytiker’ bezeichnet.[[|[11]]] In Anlehnung an Drucker nimmt Pinnow folgende Führungsdefinition in sein Werk auf:

„Menschen durch gemeinsame Werte, Ziele und Strukturen, durch Aus- und Weiterbildung in die Lage zu versetzen, eine gemeinsame Leistung zu vollbringen und auf Veränderungen zu reagieren. Für mich [Pinnow] ist dies eine der besten Definitionen von Führung, und zwar aus drei Gründen: Erstens müssen sich Führungskräfte von Werten leiten lassen. Zweitens sind sie immer auch Personalentwickler. Und drittens müssen sie ständig mit Veränderungen leben.“[[|[12]]]

Gerade im Vergleich mit der Führungsdefinition von Rosenstiel, die im vorigen Kapitel dargestellt wurde, wird deutlich, was die nun genannte Definition ausmacht: Zunächst ist festzustellen, dass Pinnows Definition auf den ersten Blick einen tendenziell positiven, jene von Rosenstiel dagegen einen tendenziell negativen ‚Beigeschmack’ mit sich bringt. Beim näheren Betrachten jedoch könnte man auch zu der Ansicht gelangen, dass Pinnows Definition ein Resultat derer Rosenstiels beschreiben könnte: Die ‚Fähigkeit zur gemeinsamen Leistungserbringung aufgrund gemeinsamer Werte, Ziele und Strukturen’ könnte durchaus die Folge einer ‚zielbezogenen Beeinflussung der Unterstellten durch Vorgesetzte mit Hilfe der Kommunikationsmittel’ sein.

Doch zurück zur einzelnen Betrachtung von Pinnows Führungsdefinition. Sie setzt beim Menschen allgemein an, sie schließt also sowohl Führende als auch Geführte mit ein. Diese Menschen sollen nun ‚in der Lage sein, eine gemeinsame Leistung zu vollbringen und auf Veränderungen zu reagieren’. Man könnte diesen Abschnitt der Definition als Ziel oder Zweck von Führung auffassen. Der Weg – oder die Mittel – wären dann ‚gemeinsame Werte, Ziele und Strukturen und Aus- und Weiterbildung’."

Quelle: http://www.pbueche.de/wp/?page_id=231

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